Konzept

Das Konzept der Krippe CityZwerge e.V.

Wir wollen selbstbestimmte, selbstbewusste und genussfähige Kinder erziehen, die Achtung und Respekt vor den Grenzen anderer haben und die notwendige Fähigkeit besitzen, sowohl ihre eigenen Wünsche und Grenzen zu erkennen und zu vertreten, als auch die Wünsche und Grenzen anderer zu erkennen und zu respektieren.

Das Bild vom Kind im Situationsansatz

Ein Kind kann und soll „Ja“ und „Nein“ sagen dürfen. Schon die Kleinsten unter uns sind eigenständige Individuen und haben ein Anrecht darauf, ihre Bedürfnisse zu äußern und dass diese respektiert werden. Die Kinder haben von Anfang an eigene Rechte und vollziehen die für ihre Entwicklung und Entfaltung notwendigen Schritte durch eigene Aktivität. Diese Sicht bestimmt das Bild vom Kind im Situationsansatz: „Ich darf so sein, wie ich bin!“

Wir sehen Kinder als Individuen an. Weil diese Individualität nicht alleine von der Persönlichkeit jedes Kindes geprägt wird, nehmen wir jedes Kind in seiner Gesamtsituation wahr. Diese schließen das Elternhaus, die Herkunft sowie den soziokulturellen Kontext ein, in dem das Kind aufwächst.

Unser Ziel ist es, die Kinder zu starken, individuellen Persönlichkeiten zu erziehen und sie zu befähigen, sich später in der Gesellschaft zurechtzufinden, zu integrieren und in ihr zu bestehen. Dazu gehören die Achtung der Menschenwürde, Toleranz, Chancengleichheit und Solidarität.

Drei Grundsäulen unserer pädagogischen Arbeit

Partizipation bedeutet Beteiligung, Teilhabe, Teilnahme, Mitwirkung, Mitbestimmung und Einbeziehung. Dies ist uns im Umgang mit den Kindern besonders wichtig,  prägt aber genauso unsere Zusammenarbeit mit den Eltern. Kinder müssen erfahren, dass ihre soziale und dingliche Umwelt beeinflussbar ist, dass ihre Ideen und Vorstellungen ernst genommen werden. Dadurch entwickeln sie Vertrauen zu sich selbst. Sie erfahren, dass sie Aufgaben lösen und Probleme bewältigen können. Sie werden deshalb integriert in die Abläufe und Planungen. Die kleinen Dinge sind es, die unsere Kinder stärken und die ihnen zeigen, dass sie wertvolle Mitglieder der Gesellschaft sind und mitbestimmen.

Wertschätzung bezeichnet die positive Einstellung zu einem anderen Menschen. Uns ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass wir sie als Personen wertschätzen und gern haben und damit die Basis für eine gute Beziehung zueinander zu schaffen: Vertrauen zu haben. Wertschätzung zeigt man nicht nur mit Worten, sondern vor allem auch durch Taten und im Umgang miteinander. Wir begeben uns zum Beispiel auf Augenhöhe mit den Kindern, wenn wir mit ihnen sprechen, anstatt „von oben herab“ mit ihnen zu reden. Auch unser unterstützendes und nicht führendes Agieren ist eine Art, den Kindern mit Respekt und Akzeptanz und der Anerkennung ihrer Fähigkeiten gegenüberzutreten. Sie nehmen wahr, dass sie unsere volle Aufmerksamkeit haben und wir ihnen helfen, sobald es nötig ist,  es aber akzeptieren, wenn sie nicht gestört werden oder etwas selber machen möchten. So lernen die Kinder auch selbst, andere Personen und sich selbst wertzuschätzen.

Naturerleben und Umwelterfahrungen

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Dank unseres großen Außengeländes und vieler Ausflüge und Spaziergänge in der Umgebung machen die Kindern schon von klein auf Erfahrungen mit und in der Natur. Wir kümmern uns gemeinsam um unseren Garten, machen jährlich eine Waldwoche in der Eilenriede und bieten viele Angebote und Aktionen, die sich mit dem Thema Natur befassen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder wesentlich ausgeglichener sind, wenn sie die Freiheit haben, an der frischen Luft zu spielen und Neues zu erleben.

Soziokulturelle Werte

Wir unterstützen Mädchen und Jungen in ihrer spezifischen Identitätsentwicklung.  Wir vermitteln und fördern keine stereotypen Rollenzuweisungen und -übernahmen. Trotzdem ist es wichtig, Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen bzw. Frauen und Männern zu achten und zu respektieren. Selbstverständlich wird auch im Team regelmäßig das geschlechtsspezifische Verhalten und die Haltung gegenüber Jungen und Mädchen reflektiert.